Franco Annoni (* 11. Juni 1924 in Luzern; † 5. August 1992 Luzern)

 

Franco Annoni

Franco Annoni wurde am 11. Juni 1924 in Luzern geboren. Seiner Heimatstadt blieb er offenbar lebenslang verbunden. Während er eine Lehre als Steinbildhauer durchlief besuchte er gleichzeitig die Kunstgewerbeschule Luzern, welche bekanntlich die älteste Kunst- und Designschule der deutschsprachigen Schweiz ist.

Es ist nicht allzu viel Privates über das Leben dieses Künstlers bekannt.
Jedenfalls besass er ein Atelier, wo er angehenden Steinmetzen Praktika anbot und Bildungskurse für Lehrer durchführte. Verschiedene Studienaufenthalte führten ihn ins Ausland.

So 1949 nach Mailand, wo er bei Marino Marini arbeitete und währenddessen auch Weiterbildungsseminare in Brera an der Accademia di Belle Arti besuchte.
1950 lebte er in Paris und im folgenden Jahr nochmals in Brera, um dann wieder nach Luzern zurückzukehren.
1953 erhielt er ein Studienstipendium der Eidgenossenschaft.

Das künstlerische Werk von Franco Annoni umfasst Skulpturen aus verschiedenen Materialien, insbesondere in Bronze, aber auch Radierungen und Aquarelle und eine kleinere Serie von bedeutenden Medaillen.
Ausstellungen, wie etwa im Kunstmuseum Luzern (Gruppenausstellung “Rolf Brehm – Franco Annoni“ vom 1.3. bis 12.4.1953) und Auszeichnungen (Anerkennungspreis 1955 und Kunstpreis der Stadt Luzern 1970) weisen auf die Bedeutung Annonis als Kunstschaffenden hin.

Die ersten Medaillen entwarf Franco Annoni 1970. Hochrelief Medaillen von Franco Annoni sind künstlerisch sehr wertvoll und manche durchaus vergleichbar mit den Werken von Hans Erni.

Seine letzten numismatischen Werke tragen die Jahreszahl 1991, wo der Künstler an der Medaillenserie “700 Jahre Schweizer Sport“ arbeitete, jedoch nach fünf Modellen zu den Themen: Schwingen, Hornussen, Steinstossen, Fussball und Springreiten tragisch am 5. August 1992 in Luzern verstarb.
Die folgenden Künstler gestalteten eine oder mehrere Vorderseiten dieser 36er Serie:

  • Bernard Bavaud (Dressur-Reiten, Judo)
  • Rita Kunz (Rennen)
  • etc.

 

 

 

(Quelle: Numis-Post 11/2018.)